
Unser Schweizer Vertreter - Mathieu Theis - belegte den unglaublichen dritten Platz. Er überraschte die Juroren mit einem Kaffee aus Costa Rica. Dieser Kaffee wurde nach der Ernte speziell aufbereitet - anaerob fermentiert - und wies deshalb eine sehr deutliche Zimtnote auf. Für sein Milchmischgetränk wartete Mathieu mit einer weiteren Innovation auf: Er hat seine Milch zuerst eingefroren und beim Auftauen einen Teil des Wassers der Milch entfernt. Im Anschluss hat er seine Milch „sous vide“ weiter verdickt. Das Resultat: ein Milchmischgetränk, das nach einem Zimtbrötchen schmeckt. Für seinen Signaturegetränk bediente er sich zum Abschluss noch der Molekularküche und sorgte im Mund der Sensorikjuroren für ein wahres Feuerwerk der Sinne. Während den gesamten 15 Minuten überzeugte Mathieu zudem durch seine geniale Gastfreundschaft.
Mathieu bereitete sich nach dem Sieg an den Schweizermeisterschaften mit seiner Partnerin Emi Fukahori - amtierende Brewers Cup Meisterin - und seinem erfahrenen kanadischen Trainer Ben Putt minutiös auf die Weltmeisterschaften vor. Das intensive Training hat sich ausbezahlt. Mathieu belegte sowohl in der Vorrunde als auch im Halbfinale den ersten Platz. Nur im Finale musste er sich lediglich vom Lokalmatador Lex Wenneker und der späteren Siegerin Agnieszka Rojewska geschlagen geben.
Nachdem Mathieu seine Kaffeekarriere als „Home-Barista“ begonnen hatte, betreibt er nun zusammen mit seiner Partnerin Emi Fukahori das Spezialitätenkaffee MAME an der Josefstrasse 160 in Zürich. Dort befindet sich nun auch der wunderschöne Pokal der World Barista Championship 2018.