
Der Wettkampf-Start: Eine Herausforderung für Geruchts- und Geschmackssinn
Bier-Sommeliers aus Mexiko, Brasilien, den USA, Südkorea, aber auch Österreich, Deutschland und der Schweiz trafen sich am 10. September 2017 in München, um den/die Beste/n ihres Metiers zu bestimmen. Mit dabei auch vier Schweizer Bierexperten, welche sich in mehreren Trainings auf diesen Wettkampf vorbereitet hatten. Am Sonntagmorgen um 9 Uhr startete der Wettkampf mit dem Erkennen von typischen Bieraromen, darunter auch Fehlgeschmäcker wie Schwefel, Kohl oder Zwiebeln, die üblicherweise in Bieren nichts zu suchen haben. In der zweiten Vorrunde mussten die Bier-Sommeliers ihr Wissen rund ums Bier auf die Probe stellen, galt es doch einen Theorietest mit 50 Fragen zu lösen. Die dritte Vorrunde war ganz den Bierstilen gewidmet. Die Wettkämpfer bekamen zehn verschiedene Biere in neutralen Gläsern vorgesetzt und mussten die Biere den richtigen Bierstilen zuordnen. Hier waren der Geruchs- und Geschmackssinn wie auch die Erfahrung der Bier-Sommeliers gefragt.
Verpasster Einzug in die K.O.-Runde für das Schweizer Bierexperten Team
Nach einer kurzen Mittagspause wurden die Ergebnisse verkündet. Die zehn besten der 69 Teilnehmer qualifizierten sich fürs Halbfinale. Obwohl die vier Bier-Sommeliers der Schweizer Nationalmannschaft in den Vorrunden alles gegeben hatten, kam keiner von ihnen ins Halbfinale. In den Halbfinals traten die Bier-Sommeliers in ihrer Paradedisziplin, der Bierpräsentation, im k.o.-Wettbewerb gegeneinander an. Die Halbfinalisten erhielten alle das gleiche Bier und durften es der Jury und den restlichen WM-Teilnehmern vorstellen und beschreiben. Der Bier-Sommelier mit der besseren Präsentation gewann und konnte ins Finale vorstossen. Die fünf Gewinner aus diesem Wettbewerb kamen direkt weiter, der Beste der restlichen sechs konnte sich als Lucky Loser ebenfalls fürs Finale qualifizieren.
Mit Zuversicht in Richtung nächster WM in 2 Jahren
Am späten Nachmittag stand besagtes Finale an. Die restlichen WM-Teilnehmer und einige extra angereiste Fans unterstützten die sechs Finalisten lautstark. Im Finale bekamen die Bier-Sommeliers drei Biere vorgesetzt und durften ihren Favoriten daraus auswählen und präsentieren. Diesmal vor Jury, Publikum und Presse. Die Nervosität war entsprechend gross! Die Finalpräsentationen hatten ein hohes Niveau und es war offensichtlich, dass sich die Bier-Sommeliers gut auf diesen Event vorbereitet hatten. So blieb es bis zur Verkündung der Resultate spannend. Am Schluss setzte sich Stephan Hilbrandt (Deutschland) vor Felix Schiffner (Österreich) und Rodrigo Sawamura (Brasilien) durch. Die vier Bier-Sommeliers der Schweizer Nationalmannschaft waren etwas betrübt, dass es nicht fürs Weiterkommen gereicht hatte. Trotzdem feierten sie mit den restlichen WM-Teilnehmern und schauen optimistisch auf die nächste WM in zwei Jahren.
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