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Fleischkonsum 2016: Schweizer Fleisch liegt im Trend
Im vergangenen Jahr wurde in der Schweiz pro Kopf 50,98 kg Fleisch konsumiert, am meisten Schweinefleisch. Ein leicht höherer Inlandanteil und eine Zunahme der Inlandproduktion belegen bei gleichzeitig gesunkenen Fleischimporten die Beliebtheit von einheimischem Fleisch. 96% der Schweizerinnen und Schweizer essen Fleisch.


fleisch

Schweinefleisch und Geflügel bleiben Spitzenreiter

Bei den Schweizerinnen und Schweizern am beliebtesten war nach wie vor das Schweinefleisch. Mit einem Pro-Kopf-Konsum von 22,49 kg (-1,4%) machte es immer noch fast die Hälfte des gesamten Fleischkonsums aus. Den zweiten Platz belegte das Geflügelfleisch mit 12,04 kg (-0,6%), gefolgt vom Rindfleisch mit 11,28 kg (+0,2%).

Zum ersten Mal seit 2012 ging der Konsum von Geflügelfleisch leicht zurück, es wurden aber immer noch deutlich über 100‘000 t verzehrt. Im Gegensatz dazu legte das Rindfleisch um 1,1% auf 95‘553 t zu – allerdings auf Kosten des Kalbfleisches, welches 2016 erneut einen Rückgang von 1,5% hinnehmen musste, wenn auch auf einem mengenmässig tiefen Niveau von knapp 23‘000 t Verkaufsgewicht.

Klares Bekenntnis zu Fleisch aus der Schweiz

Über alle Tierarten nahm der Inlandanteil am insgesamt konsumierten Fleisch um 0,6% zu und betrug 80,6%. Somit stammten vier Fünftel des Fleisches aus der Schweiz. Das beweist, dass die Konsumentinnen und Konsumenten Fleisch bewusster essen, die Vorteile von Schweizer Fleisch kennen und deshalb auch bereit sind, dafür mehr zu bezahlen – gemäss einer repräsentativen Studie waren dies 2016 72% der Befragten.

Beim Kalbfleisch und beim Schweinefleisch gingen die Inlandanteile 2016 leicht zurück, lagen mit 97,1 bzw. 95,8% aber immer noch überdurchschnittlich hoch. Beim Rindfleisch stammten 82% aus einheimischer Produktion, was einer Zunahme von 1,4% entsprach. Am deutlichsten legte mit 2,2% der Inlandanteil beim Geflügelfleisch zu, welches mit 57% inländischer Produktion jedoch noch ein bedeutendes Ausbaupotential aufweist.

2016 wurde in der Schweiz 0,7% mehr Fleisch produziert als im Vorjahr. Das ergab eine Gesamtmenge von 348‘057 t Verkaufsgewicht. Trotz eines Rückgangs um 1,1% machten die Schweine mit 182‘540 t den grössten Teil aus, gefolgt vom Rindfleisch mit 78‘351 t (+2,8%). Gleichzeitig gingen die Fleischimporte um 1,8% auf gut 92‘000 t zurück und die Exporte stiegen – mengenmässig auf tiefem Niveau – um 10,7% auf 8‘375 t.

Leicht höhere Preise

Der durchschnittliche Einkaufspreis von Fleisch lag im vergangenen Jahr etwas höher als im Vorjahr und betrug über alle Fleischarten inkl. Charcuterie, Würste und Konserven CHF 20.56/kg (Vorjahr: CHF 20.32). Gemäss dem Marktforschungsinstitut Nielsen Switzerland kaufen die Konsumentinnen und Konsumenten jedoch immer häufiger Aktionsfleisch ein. 2014 betrug dieser Anteil noch 42,4%, im Folgejahr bereits 44,7% und 2016 45,3%.

Der Fleischkonsum vor 20 Jahren

Vor 20 Jahren – anno 1996 – verzehrten Herr und Frau Schweizer je gut 53,6 kg Fleisch, rund 5% mehr als heute. Schon damals wurde aber vor allem Schweinefleisch konsumiert (25,93 kg), gefolgt von Rindfleisch (10,85 kg) und Geflügelfleisch (9,17 kg). Der allgemeine Rückgang in den letzten zwanzig Jahren ging vor allem auf das Konto von Schweine- und Kalbfleisch, während das Geflügelfleisch um über 2,8 kg pro Person zulegen konnte.

96% der Schweizer Bevölkerung essen Fleisch

Eine im Dezember 2016 vom Forschungsinstitut GfK durchgeführte repräsentative Studie bestätigte erneut, dass Fleisch bei den Schweizerinnen und Schweizern ein sehr beliebtes Nahrungsmittel ist. Gemäss dieser Studie essen über 70% der befragten Personen im Alter von 15 bis 70 Jahren mindestens 3-4 Mal pro Woche Fleisch, weitere 20% 1-2 Mal wöchentlich. Nur gerade 4% gaben an, nie Fleisch zu essen.

Zudem sind gemäss dem «Markt- und Konsumentenbarometer 2016» von DemoSCOPE fast drei Viertel (72%) der Schweizer Bevölkerung bereit, für einheimische Landwirtschaftsprodukte mehr zu bezahlen, am deutlichsten für Fleisch. Für die Befürworter darf das einheimische Fleisch demnach bis zu einem Viertel mehr kosten als das ausländische.

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