GastroSuisse begrüsst es, dass die Stimmbürger angesichts der einschneidenden Bestimmungen das letzte Wort zur Energiewende haben. Dabei spricht sich der Verband nicht gegen eine bessere Energieeffizienz aus, sondern fordert eine fairere Verteilung der Kosten und erteilt der KMU-feindlichen Vorlage eine Absage.
Staatliche Zwängerei verfehlt das Ziel
Die angespannte Wirtschaftslage im Gastgewerbe zwingt jeden Hotel-
oder Restaurantbetreiber dazu, seine Kosten zu optimieren.
Energieeffizienz wird deshalb schon aus Kostengründen gross
geschrieben. "Sie werden keine Hotels finden, in denen leere Säle
hell erleuchtet sind. Energieverschwendung kann sich in unserer
Branche niemand leisten", weiss Casimir Platzer, Hotelier aus
Kandersteg. Das Gastgewerbe lehnt jedoch die einschneidenden
Bestimmungen im Energiegesetz entschieden ab. Denn diese tragen nicht
zu einem tieferen Energieverbrauch bei. Gleichzeitig wird jedoch die
Wettbewerbsfähigkeit der Hotels und Restaurant weiter geschwächt.
Öko-Abgaben gehen einseitig zu Lasten der KMU
Obwohl die gastgewerblichen Betriebe energieintensiv und deshalb
sparsam sind, müssten diese immer mehr zahlen. Dabei kann die Branche
nicht von der Energiestrategie 2050 profitieren. "Angesichts der
ausgehandelten Vorteile anderer Branchen und Grossunternehmen werden
wir diese Benachteiligung nicht hinnehmen", stellt Casimir Platzer,
Präsident von GastroSuisse und Mitglied des Referendumskomitees klar.
NEIN zur Energiestrategie 2050
Dabei sagt GastroSuisse nicht Nein zur Energiewende! Eine intakte
Natur und ein gesundes Klima sind Anziehungspunkte des Ferienortes
Schweiz. Die Branche ist auch überzeugt, dass die Schweiz in Sachen
Umweltschutz bereits einen sehr hohen Standard in Europa hat. Aber
GastroSuisse sagt entschieden NEIN zur Energiestrategie 2050!
GastroSuisse ist der Verband für Hotellerie und Restauration in der
Schweiz. Rund 20'000 Mitglieder, davon gegen 2500 Hotels, organisiert
in 26 Kantonalverbänden und vier Fachgruppen, gehören dem grössten
gastgewerblichen Arbeitgeberverband an.